Die Zeittafel
Abraham Dürninger & Co. GmbH in Herrnhut
Die wichtigsten Ereignisse der Firmengeschichte.
1747
Abraham Dürninger übernimmt am 24.10. den Gemeinladen der Brüdergemeine, aus dem die Firma Abraham Dürninger & Co. hervorging. Zum Gemeinladen gehörten damals auch der Gasthof und die Apotheke.
1749
Beginn des Leinwandhandels. Dürninger wird als Leinwandverleger tätig.
1750
Beginn des Bedruckens der Leinwand (Zitzdruck/Blaudruck). Mit diesen bedruckten Textilien bestimmt Dürninger maßgeblich die Mode dieser Zeit.
1751
Export von Leinwand in Europa und nach Nordamerika. Bau einer eigenen Bleiche am Petersbach. Andere Fabrikationen werden begonnen (Schnupftabak und Siegellack).
1755
Beginn des Spielwarenhandels, der jedoch nach wenigen Jahren wieder eingestellt wird.
1758
Großhandel mit Heringen, Wein, Kaffee, Tee und Tabak.
1761
Einweihung des neuen Ladenhauses an der Hauptstraße (Baukosten 10 696 Taler).
1762
Dürninger gewährt dem sächsischen König einen Kredit von 17 000 Talern für dessen Reisekasse.
1777
Die Frima exportiert Leinwand im Wert von 128 298 Talern und ist damit der größte Leinwandexporteur der Oberlausitz.
1800
Abraham Dürninger &. Co. hat sich zum größten sächsischen Unternehmen entwickelt.
1816
Das Unternehmen beschäftigt etwa 12 000 Spinner und verlegt rund 2 000 Weber.
1827
Die Firma importiert als erste in Deutschland Zigarren aus Havanna.
1844

Beginn der eigenen Zigarrenproduktion.
1875
Inbetriebnahme der neu erbauten Waren-Bleich- und Appreturanstalt zur Veredelung eigener und fremder Leinwandprodukte am Petersbach.
1891

Beginn des Baus von Wohnhäusern für die Arbeiter der Bleichanstalt.
1908
Erwerb einer Bananentrocknerei in Suriname und Betreiben einer eigenen Plantage.
1911
Der erste Personenkraftwagen wird angeschafft.
1913
Zuerkennung des Titels "Hoflieferant" für die Zigarrenabteilung. Seit 1907 beliefert man den sächsischen König.
1925
Am 20.12. wird die Abraham-Dürninger-Stiftung gegründet.
1930
Als Auswirkung der Wirtschaftskrise müssen die Weberei in Weigelsdorf/Schlesien sowie in Herrnhut und Schönbach stillgelegt werden.
1932
Verkauf des alten Handelshauses an die Stadt Herrnhut zur Nutzung als Krankenhaus.
1937

Auszeichnung mit dem "Grand Prix" für modisches Leinen auf der internationalen Ausstellung in Paris.
Zur Zigarrenabteilung gehören mittlerweile 22 Filialen mit insgesamt 1,6 Mio. Kunden.
1938
Die Firma beschäftigt in allen Werken insgesamt 749 Mitarbeiter.
1945

Am 9.Mai brennt die "Bleiche" zu 80 Prozent nieder und auch das Direktionshaus an der Ecke Löbauer Straße/Dürninger Straße mit Archiv und Museum wird ein Opfer der Flammen. Zerstörung, Beschlagnahme und Plünderungen der Fabrikanlagen, Läger und Zigarrenfilialen.
Bereits im Oktober öffnet wieder der "Große Laden".
1946
Energieerzeugung und Einspeisung in das öffentliche Netz für Herrnhut und Umgebung.
1950
Eröffnung der "Erwerbshilfe" des landeskirchlichen Amtes für Innere Mission und Hilfswerk Radebeul unter Verwaltung der Dürninger-Stiftung. Der Grundstein für den späteren Handel mit Kirchenbedarf ist damit gelegt.
1954
Inbetriebnahme der ersten mechanischen Webstühle nach 10 Jahren Unterbrechung.
1962
Die Textildruckerei nimmt ihre Produktion auf.
1970
Erwerb von Webautomaten für die notwendige Modernisierung der Weberei.
1985
Einrichtung einer geschützten Betriebsabteilung für behinderte Menschen.
1991
Der Gewerbebetrieb wird in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt. Die Abraham Dürninger Stiftung ist der alleinige Gesellschafter.
1995
Eröffnung einer geschützten Betriebsabteilung für behinderte Menschen.
1995
Inbetriebnahme einer modernen, umweltverträglichen Holzrestefeuerung, die auch Nachbarbetriebe mit Heizwärme versorgt.
1997

Das Unternehmen feiert das 250jährige Bestehen. Anläßlich dieses Jubiläums statten der Bundespräsident Roman Herzog und der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf dem Unternehmen einen Besuch ab.
2000
Kauf der Herrnhuter Holzwerkstätten GmbH, die insbesondere im Bereich Türenfertigung und Sakralmöbelbau einen hohen Standard aufweist.
Das Unternehmen betreibt gegenwärtig eine Baumwollweberei in Kooperation sowie eine Textildruckerei, in der überwiegend Werbetextilien hergestellt werden. Außerdem existiert eine Vertriebsabteilung für sakrale Möbel und Bedarfsartikel im Bereich der Kirchen.
In der Stadt Herrnhut unterhält die Firma weiterhin 2 Einzelhandelsgeschäfte.
2002

Übernahme der Herrnhuter Holzwerkstätten GmbH, die insbesondere im Bereich Türenfertigung und Sakralmöbelbau einen hohen Standard aufweist.
2005
Investition in eine Digitaldruckmaschine für Textilien. Es ist die 3. in Europa installierte Maschine der Fa. Kornit.
2006
2007
Zertifizierung der Fa. Dürninger als „ÖKOPROFIT-Betrieb des Landkreises Löbau-Zittau“ durch den Landrat und die IHK Dresden.
2008

Die Fa. Dürninger wird mit dem „Großen Preis des Mittelstandes 2008“ der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet.
Dieser Preis wird in Deutschland als der „Wirtschafts-Oscar“ angesehen und würdigt erfolgreiche Mittelständler.
In den Dresdner Numismatischen Heften Nr. 5 werden die Medaillen der Fa. Dürninger ausführlich beschrieben.
2010
Erneute Zertifizierung der Fa. Dürninger als „ÖKOPROFIT-Betrieb des Landkreises Görlitz“ durch den Landrat und die IHK Dresden.
Die Fa. Dürninger ist in unterschiedlichen Marktfeldern tätig: Textildruck (Siebdruck, Digitaldruck usw.), Lohnweberei, Einzelhandel mit Lebensmittelmarkt und Handel mit Kirchenbedarf.
2011
Die Lohnweberei, welche in Zusammenarbeit mit der Fa. Hecking Söhne GmbH & Co. KG (Stadtlohn) betrieben wurde, wird zum 31.8.2011 geschlossen. Die Fa. Hecking konzentriert seine Webaktivitäten nun an den Standorten Zittau und Stadtlohn.
4 Lehrlinge beginnen ihre Ausbildung in den Berufsbildern Industriekauffrau, Siebdrucker und Mediengestalter zum 1.9.2011.
Die Dürninger-Textildruckerei stellt der Männermannschaft des Herrnhuter Fußballvereins neue Trikots zur Verfügung.

